Integratio® - Fensterhelfer
Montage;
Anschluß-/Fugenausbildung - technischer Stand: ab 01. Februar 2002
Zur
Seite mit dem technischen Stand bis Ende Jauar 2002
Diese Seite verzweigt auf die Themen Dämmung der
Anschlussfuge, und Maßnahmen zum Wärme-,
Feuchte- und Schallschutz, Fugenschall. Die ausführliche Behandlung des Themas ist dem
"Leitfaden zur Montage" der RAL-Gütegemeinschaft zu
entnehmen.
Dämmung der Anschlussfuge
Dieses Thema ist bereits unter dem Aspekt des
Wärmeschutzes unter Dämmung der
Anschlussfuge auf Page472 "Fensterhandbuch
- Montage - Wärmeschutz" beschrieben.
Die Probleme des Schallschutzes wird auf
Page473N
"Fensterhandbuch - Montage - Schallschutz" beschrieben.
Maßnahmen zum Wärme-, Feuchte- und
Schallschutz
Die Maßnahmen zum Wärme-, Feuchte- und
Schallschutz sind:
- Eine "dampfdichte" Trennung von Raum- und
Außenklima und die richtige Anschlußausbildung, "innen
dichter als außen", verhindert die Tauwasserbildung in der
Anschlußfuge.
- Eine Wärmedämmung in der
Anschlußfuge erhöht die Fugentemperatur.
- Eine wärmegedämmte
Anschlußfuge reicht bei erhöhter Anforderung als
alleinige Schallschutzmaßnahme nicht aus. Die Fuge
benötigt eine erhöhte Dichtigkeit, für die in den
meisten Fällen spritzbare Dichtstoffe und/oder
Dichtbänder erforderlich sind.
- Das Fugenschalldämm-Maß sollte ca.
10 dB größer sein als das Schalldämm-Maß der
Bauteile.
- Bauabdichtungsbahnen reichen allein als
Schallschutzmaßnahmen nicht aus, da sie keinen
Massenwiderstand haben.
- Vorkomprimierte Bänder erfüllen mit
einer Mindestkompression auf 20 % bis 33 % der Ausgangsdicke die
schallschutztechnischen Anforderungen.
- Bei Planung und Ausführung ist zu
beachten, daß der Schalldruck an Kanten etwa vierfach und in
den Ecken sogar sechzehnfach höher liegen kann, als in der
Elementmitte.
Fugenschall
Die Anschlussfuge zwischen Baukörper und
Fenster oder Fassadenelemente beeinflusst neben anderen Faktoren die
Schalldämmung der Gebäudehülle. Weitere Faktoren
sind:
- das Außenwandsystem,
- der Scheibenaufbau der Verglasung, der Aufbau
nichttransparenter Füllungen (Paneele) usw.,
- das Flügel- und Rahmenprofil,
- Funktionsfugen.
Mit der Einführung des
Fugenschalldämmmaßes wurde eine
Beurteilungsmöglichkeit geschaffen, den Einfluss der
Anschlussfuge auf das Gesamt-Schalldämmmaß zu
charakterisieren.
Um die Auswirkungen des Fugenschalls
möglichst gering zu halten, wirken sich folgende Maßnahmen
positiv aus:
- Fugenschalldämmung
Fugendämmstoffe wie PU-Schaum, Spritzkork oder Mineralfaser
dienen sowohl als Wärme- wie auch als
Schallschutzmaßnahme (nur in Verbindung mit
Abdichtungssystemen wie Dichtstofffugen oder vorkomprimierten
Dichtbändern).
- Luftdichtheit
Dichtsysteme wie Dichtstoffe und Dichtbänder dichten den
Anschluss akustisch. Dichtfolien können aufgrund ihrer
geringeren Masse nicht ohne weiteres mit den vorgenannten
Dichtsystemen gleichgesetzt werden.
Fugen müssen so aufgebaut und ausgeführt
werden, dass der Schalldämmwert Rw des Bauteils selbst erhalten bleibt. Kleine Löcher
oder Haarfugen im Anschlussbereich können das Gesamtergebnis
dramatisch verschlechtern.
Eine luftdichte Anschlussfuge ist neben
Feuchteschutzgründen auch für den Schallschutz notwendig.
Das beste Schallschutzelement ist also extrem abhängig von der
Qualität der Anschlußfugenabdichtung.
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